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THREE PEAKS BIKE RACE mit Daniela Steinhäusler von Wien nach Niza

2.150 KM / 31.500 HM - quer durch 5 Länder

Beste Österreicherin und 5. Rang bei den Damen bei insgesamt 300 Startern !


TPBR 2025 | Wien – Nizza

die bisher wohl größte Reise meines Lebens von Daniela Steinhäusler

 

Am Samstag, 5.7. um 11:30 hab ich mich, gemeinsam mit ca. 300 anderen Mutigen und Abenteuerlustigen, in Wien-Schönbrunn mit dem Rad auf den Weg Richtung Nizza gemacht.

Wettermäßig war so ziemlich alles dabei, was man sich vorstellen kann:

Hitze beim Start bis nach Mariazell – danach schon die ersten wolkenbruchartigen Regengüsse die ganze erste Nacht hindurch.

Danach erneut herrliches, teils sehr heißes Wetter durch Kärnten, über die Grenze bei Arnoldstein bis Tolmezzo (So, 18 Uhr). Ab da wurde es dann für viele Stunden bis weit in den nächsten Tag hinein extrem nass und kalt.

Das Hauptproblem war jedoch die heftige Gewitterzelle, die bis spätnachts über uns in Ovaro hing und mich letztendlich aus Sicherheitsgründen mitten am Monte Zoncolan zum Umkehren und somit frühzeitigen Pausieren bewegt hat.

Um 04:30 ging´s bei Kälte und Schüttregen, Großteils schiebend, dann tatsächlich über den Zoncolan. Am späten Vormittag wurde es zum Glück immer besser und so konnte ich bei perfekten Bedingungen die wunderschönen Dolomiten genießen, bis es gegen Abend hin in Sterzing erneut zu heftigen Gewittern und Regengüssen kam, die mich erneut zum frühzeitigen Pausieren in einem Hotel in Gossensaß gezwungen haben.

Und wieder bin ich um 04:30 bei Schüttregen und eisigen Temperaturen (4-5°) gestartet. Diese Stunden von der Früh weg über den Brenner, bis Telfs, weiter über den Fernpass bis Reutte um ca. 16:00 waren für mich bestimmt die schlimmsten des gesamten Rennens. Der Großteil der Teilnehmer entschied sich für die Arlberg-Variante, wo es noch kälter war und sogar geschneit hat – zumindest das blieb mir bei meinen +4° und Schüttregen erspart. Erst ab der deutschen Grenze stellte sich eine Wetterbesserung ein – zwar anfangs noch sehr kalt, aber von Tag zu Tag dann immer wärmer und zuletzt sehr heiß.

Das Radeln durch Bayern und Baden-Württemberg war, wie erwartet, ein Genuss und haben mich für die wilden Tage davor absolut entschädigt. Lediglich der Pflicht-Parcour im Schwarzwald (Feldberg + Belchen) war recht heftig und leider haben ab hier beachtliche Sitzprobleme begonnen, die mich bis über das Ziel hinaus, tagelang schmerzhaft begleitet haben.

Nach einem Bremsbeläge-Tausch ging es mit leichtem Rückenwind recht zackig und genussvoll, quasi non-stopp durch die wunderschöne, westliche Schweiz bis über die Grenze nach Frankreich (Annecy).

Am nächsten Tag stellten sich die ca. 130 Kilometer auf einer fürchterlichen Bundesstraße (D1006) mit ca. 2-3% Steigung am Weg zum Col du Mont Cenis als sehr große mentale Herausforderung dar. Der darauffolgende lange Anstieg rauf zum wunderschönen Pass mit seinem türkisblauen Stausee war dann körperlich enorm anstrengend und wurde von kleineren Tiefs und etlichen Stehpausen begleitet. Umso überraschender, dass ich im Anschluss spätabends noch recht kraftvoll den Colle delle Finestre rauf geradelt bin, als wäre nie was gewesen.

Erleichtert und beflügelt durch diese unerwartete Leistung des Vortages gings frühmorgens recht flott über die ersten beiden Anstiege Sestriere und Cesana nach Briancon. Das Glück währte jedoch nicht allzu lange und ich hatte den Rest des Tages bis Sisteron und weiter nach Puimoisson mit starkem Gegenwind zu kämpfen, der mich teilweise sehr weit an meine mentalen Grenzen brachte.

Die blühenden und duftenden Lavendelfelder in der Abendsonne und der Gedanke, dass der Finaltag ansteht, haben mich, trotz spürbarer Erschöpfung, am Abend noch ein gutes Stück mit wertvollen Höhenmetern in den Zielparcour hinein starten lassen. Leider konnte ich jedoch aufgrund der Dunkelheit nicht mehr allzu viel vom schönen Lac de Sainte Croix im Verdon-Tal erkennen.

Nach einer schlaflosen, kalten Openair-Nacht in La Palude sur Verdon hab ich die letzten recht anspruchsvollen 170km und 3.100hm meiner Reise in Angriff genommen. Die letzte Etappe hat landschaftlich nochmal mit 10/10 Punkten richtig geglänzt, jedoch hat sie auch, da ich auf sämtliche Pausen verzichtet hab und es doch sehr heiß war, nochmal körperlich alles abverlangt. Auch die letzten 50km runter nach Nizza mit fürchterlich miserablem Asphalt waren aufgrund der hohen Konzentration recht ermüdend und haben sich nochmal ordentlich gezogen.

Ich durfte nach 8 Tagen und 3 Stunden, 2.150km und 31.500hm gesund und völlig überwältigt das Ziel in Nizza erreichen. Das Wiedersehen mit Thomas war sehr emotional und auch die überraschende Anwesenheit von Anna, Robert und Monika haben mich sehr gefreut.

Das Bewusstwerden über das Geschaffte und das Verarbeiten dieser Erfahrung haben durchaus ein paar Tage in Anspruch genommen und werden mich bestimmt auch nie ganz loslassen.

Unterm Strich kann ich sagen, dass es mein größtes Abenteuer bisher war, das ich zu keiner Sekunde bereut habe! Das sehr wild, fordernd und anstrengend war, mich durch einige Tiefs geschickt hat, aber in erster Linie mich weit über mich selbst hinauswachsen hat lassen. Ich hab meine persönlichen körperlichen, sowie mentalen Grenzen nochmal ein ordentliches Stück nach oben korrigiert und war selbst erstaunt, was ich in der Lage bin, zu schaffen. Speziell die körperlichen Höhenflüge jeden Abend waren bemerkenswert und auch, dass ich trotz wenig Schlaf und der doch überdurchschnittlichen Anstrengung nie richtig müde und unkonzentriert war.

Ich bin froh, stets die, für mich, richtigen Entscheidungen getroffen zu haben und bin demütig und dankbar, dass alles, was nicht in meiner Hand lag, gut gegangen ist.

Ich durfte durch teils atemberaubende Landschaften reisen und schöne, erfrischende Begegnungen mit netten Menschen erleben, die alles Negative dieses Abenteuers wettmachen.

Ich weiß, es war nicht das letzte Mal…




Der LRC gratuliert zu dieser unglaublichen Leistung !!!


 
 

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